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IVW stellt aktuelle Zahlen vor: Rückläufige Absatztendenz bleibt bestehen
05.09.2017 13:36
von IPS

IVW stellt aktuelle Zahlen vor: Rückläufige Absatztendenz bleibt bestehen

Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW) ist ein Verein mit Sitz in Berlin. Dieser sammelt und analysiert belastbare Daten für die Leistungskontrolle von Werbeträgern in Deutschland. Aktuelle Zahlen für Zeitungen, Zeitschriften und Fachpresse wurden nun veröffentlicht.

Einzelverkäufe überregionaler Zeitungen weiter stark rückläufig
Die überregionalen Zeitungen in Deutschland haben im zweiten Quartal 2017 erneut starke Einbuße im Einzelverkauf verzeichnet. Bei einigen Titeln ging der Absatz im zweistelligen Prozentbereich zurück. Besonders traf es dabei die Tageszeitungen Bild, taz und Handelsblatt sowie die Wochenzeitungen Bild am Sonntag und Welt am Sonntag. Gewinner des vergangenen Quartals dürfte dabei die Welt gewesen sein. Die Zeitung aus dem Hause Axel Springer konnte ihren EV-Absatz im Vergleich zum Vorjahr überraschend um mehr als vier Prozent steigern. Nachdem der Verlag in den vergangenen Jahren seine Vertriebsstrategie überarbeitet hat und sich in diesem Zuge von unrentablen Verkaufsstellen trennte und Streuverluste abbaute, scheint sich der Einzelverkauf nun stabilisiert zu haben. Nahezu stabil hat sich auch die Abo-Auflage der meisten überregionalen Titel entwickelt. Die Zeit und das Handelsblatt stechen hier konstant mit den besten Ergebnissen hervor und konnten auch im vergangenen Vierteljahr wieder zulegen. Dagegen gehen die Abo-Zahlen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Bild am Sonntag sowie Welt am Sonntag stärker zurück.

Zeitschriftenauflagen mit wenig Licht und viel Schatten
Die Auflagenzahlen der Publikumszeitschriften, die die IVW für das zweite Quartal dieses Jahres veröffentlicht hat, zeigen erneut eine überwiegend rückläufige Absatztendenz bei vielen Titeln. Die Zeitschriften der beiden umsatzstärksten Objektgruppen, die Frauen- und die TV-Programmzeitschriften, erlitten im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 fast ausnahmslos Verkaufsrückgänge. Zu den wenigen positiven Bewegungen im Vertriebsmarkt zählt der leichte EV-Zuwachs, den das Nachrichtenmagazin Der Spiegel erzielte. Auch der Stern von Gruner + Jahr blieb im Einzelverkauf stabil. Beide Titel melden aber Rückgänge im Abonnement, der Stern sogar um neun Prozent. Auch erfolgsverwöhnte Titel wie Landlust aus der Deutschen Medienmanufaktur, Münster, oder Happinez aus der Bauer Media Group, Hamburg, sind von Absatzverlusten in Einzelverkauf und Abonnement betroffen.

Fachpresse schwächelt im Abo, meldet jedoch Gewinne im EV
Die jüngsten IVW-Zahlen zeigen, dass der Verkaufsauflagenrückgang, den die Medienbranche bei den Zeitungen und Zeitschriften aktuell erlebt, auch nicht vor den Fachmedien Halt macht. So ging bei einer Vielzahl der B-to-B-Magazine der Absatz im Abonnement zurück. Während Titel wie das Feuerwehr Magazin 2,3 Prozent weniger Exemplare über den Dauerbezug verkaufen, mussten Zeitschriften wie NWB Steuer- und Wirtschaftsrecht ein Minus von 21,5 Prozent hinnehmen. Zu den Gewinnern im Abonnement können sich die Titel traction und N-Bahn-Magazin zählen. Sie konnten in diesem Bereich ihre Auflage um 5,7 bzw. 1,4 Prozent steigern. Im Einzelverkauf, ein Vertriebsweg, den die Fachmedien nicht im gleichen Maße nutzen, sehen die Ergebnisse indes positiver aus. So konnte sich zum Beispiel die Informationstechnik-Zeitschrift IX um fast 22 Prozent steigern. Ähnlich positive Werte verzeichnen das Eisenbahn Magazin mit 20,9 sowie Feuerwehr Retten Löschen Bergen mit 20,7 Prozent.


Quelle: dnv-online.net / IVW 2017

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